Über den Teichen

2001

Über dem lang gestreckten Tal beim Kloster Grafschaft schwebt ein rätselhafter Klangteppich aus Tönen: Die Geräusche aus Wald und Flur verbinden sich hier mit mystischen Lauten, die natürlichen Ursprungs scheinen und doch so unvertraut sind. Ihr Geheimnis lüftet sich erst, wenn man direkt davor steht: Die Töne entspringen der Klangskulptur „Über den Teichen“, einem Kreis hoher Kupferstelen, die der Künstler Andreas Oldörp nach dem Prinzip der Orgelpfeifen konstruiert und im Bremecketal installiert hat. Lauschen, Spüren und Fühlen weisen dem Wanderer den Weg zu dem Kunstgenuss in der freien Natur des Waldtales.

Andreas Oldörp

Der Installationskünstler Andreas Oldörp (geb. 1959) studierte Kunst und Philosophie in Hamburg. In seinem Werk konzentriert sich Oldörp ganz auf die Erkundung von Raum und Klang und versteht dies als einen Prozess individueller „Verortung“, während dessen äußere Reize und inneres Erleben ständig neu synchronisiert werden. 1988 brachten ihm seine „Singenden Flammen“ die erste Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit. Der Künstler lebt in Hamburg und zählt zu den interessantesten Komponisten der Klangkunst.

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