Der Wettbewerb

2002-2004

Konfession, Kultur und Rothaarkamm trennten über Jahrhunderte die Bewohner von Bad Berleburg und Schmallenberg – bisweilen bis heute. Um eine Brücke zwischen Identitäten, Traditionen und Vorurteilen zu schlagen, lud der Konzeptkünstler Jochen Gerz die Menschen beider Orte ein, einen Brief über den Rothaarkamm an die jeweils andere Stadt zu schicken, und in diesem Brief z. B. über ihre Assoziationen zum Begriff Heimat zu schreiben. Auf der anderen Seite des Rothaarkamms wurden diese Briefe dann auf Schildern in der Stadt ausgestellt. Ihre Themen: Gefühle, Erfahrungen, Erlebnisse und Erinnerungen von Menschen auf dem oft nicht leichten Weg zum anderen. Das Projekt „Der Wettbewerb“ bildet den Ausgangs- und Endpunkt des WaldSkulpturenWegs.

Jochen Gerz

Der Konzeptkünstler Jochen Gerz bezieht seit 1968 die Öffentlichkeit in sein künstlerisches Werk ein. Nach den medienkritischen fotografischen Werkzyklen und Installationen, die in zahlreichen europäischen und amerikanischen Museen gezeigt wurden, hinterfragen die Autorenprojekte im öffentlichen Raum seit den achtziger Jahren den Betrachter in seiner traditionell passiven Rolle. Vor allem seine „antimonuments“ zum Thema von Erinnerung und Verdrängung des Holocausts haben international große Beachtung gefunden. Jochen Gerz lebt seit 2008 in Irland. Unter den folgenden Links können Sie die Websiten des Künstlers besuchen.

Gerz.fr

jochengerz.eu

Künstler

BuchDokumentation einer ungewöhnlichen Kunstaktion

Der WaldSkulpturenWeg Wittgenstein-Sauerland bildet einen rund 23 km langen Wanderweg zwischen Bad Berleburg und Schmallenberg über den Rücken des Rothaargebirges hinweg. Jochen Gerz (geb. 1940), international bekannter Konzeptkünstler, hat im Rahmen dieses Kunstprojektes mit seinem Werk »Der Wettbewerb« einmal mehr einer Öffentlichkeit ein Denkmal gesetzt. Die Einwohner von Schmallenberg und Bad Berleburg, getrennt durch das Rothaargebirge und durch eine lange Rivalität, beschrieben in Briefen, warum sie in ihrer Stadt leben. Diese Briefe wurden dann, wie Straßenschilder emailliert, vor Häusern der jeweils anderen Stadt angebracht. So entstand ein Werk mit vielen Beteiligten, das den Dialog anregte – was damit begann, dass jeder, der seinen Brief anschauen wollte, sich dazu in die andere Stadt begeben musste. Jochen Gerz: »Am Ende dient er [der Wettbewerb] dazu, dass zwei Städte sich aneinander messen und zusammen ein Werk schaffen, das sie zusammenführt und in Zukunft verbindet.« Die hier zusammengestellten Briefe erlauben uns einen lebendigen Blick auf ein kleines Segment deutscher Gegenwart. Ein Gespräch mit dem Künstler verdeutlicht die verschiedenen Dimensionen eines solchen Projekts.

NRW

Inhalt & Preis

Mit 144 Briefen aus zwei Städten, einem Text von Thomas Kemper, außerdem ein Gespräch zwischen Uwe Rüth und Jochen Gerz

162 Seiten mit 35 s/w Abbildungen
17x24 cm
Bebunden

Preis: 18,00 Euro
ISBN: 978-3-87909-847-7

Köln

Verlag

Wienand Verlag GmbH
Weyertal 59, 50937 Köln

T: 0049 (0) 221 47 22 – 130
F: 0049 (0) 221 44 89 11

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