Krummstab

2005

„EINE ALLZU GROSSE MACHT STUERZT DURCH IHRE EIGENE MASSE“. Dieses Zitat von Martin Luther ziert die 7,50 m hohe, formal labil wirkende Skulptur „Der Krummstab“ von Heinrich Brummack. Der Krummstab zählt zu den bischöflichen Insignien der römisch-katholischen Kirche. 1072 wurde er als Mahnung zur Fürsorge an die Benediktiner-Abtei Kloster Grafschaft verliehen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er mehr und mehr zum Zeichen der kirchlichen Macht. Mit der Enteignung kirchlicher Güter im Rahmen der Säkularisation 1803 gingen dieser weltliche Einfluss – und mit ihm der Krummstab des Klosters – verloren. Für die Errichtung der Skulptur, die eine weithin sichtbare Landmarke auf dem Weg zwischen Schmallenberg und Bad Berleburg bildet, wurden 2.613 kg Aluminium verarbeitet.
Die Fa. HONSEL GMBH & CO. KG aus Meschede stellte für die Errichtung dieser Skulptur 2.613 kg Aluminium AlMg3 kostenlos zur Verfügung.

Heinrich Brummack

Heinrich Brummack (1936 - 2018) ist mit seinem Werk nur schwer in die bekannten Strömungen der zeitgenössischen Kunst einzuordnen: Humorvoll, ironisch, monumental und reduziert, aber auch gegenständlich und auf Traditionen aufbauend, auf jeden Fall skulptural und auf die Form achtend, ist sein eigentliches Thema die Fragwürdigkeit von Autorität und Hierarchie. Vordergründig wirken seine Arbeiten verspielt und leicht, aber schon bald zeigt sich subversive Anarchie. Von 1982 bis zu seiner Pensionierung lehrte Brummack Plastisches Gestalten und Design am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster.

Künstler