„Kein leichtes Spiel“ von Ansgar Nierhoff – zum Konzept

Die Skulptur soll am Kreuzungspunkt des Wanderweges und des alten Handelsweges, auf der Grenze zwischen dem katholischen und protestantischen Teil des Rothaargebirges ihren Ort finden und Ort sein.

Überlegungen zur Zeichenhaftigkeit und zum Kontrast zwischen der Natur und dem durch Menschen Verursachten sind in die formale Lösung eingeflossen.

Es handelt sich um eine Interaktion herausfordernde und Assoziationen hervorrufende Skulptur, für deren Erkennbarkeit und Verständnis, für deren "Aneignung und Wahrnehmung" Sensibilität in hohem Maße erforderlich ist; kunstgeschichtliche und geschichtliche Kenntniss zu haben, kein Fehler sein muss.

In der intensiv genutzten Landschaft von einer Skulptur überrascht zu werden, die nicht die Erwartungsklischees bedient, sondern vom Davor und Dahinter, vom Übergang, von der Demarkation zwischen Drinnen und Draussen spricht, ist ungewohnt.

Diese Skulptur beansprucht unter Umständen, in Gedanken vom Diesseits und Jenseits erfasst zu werden.

Ich will erreichen, dass da, wo unter Umständen Alltag zurückbleibt, nicht abbildende Form an seine Stelle tritt, sondern die Befassung jedes Einzelnen mit sich selbst.

(In diesem Text werden einige Formulierungen von Karlheinz Nowald "Das Tor" 1975, Katalog Wilhelm Lehmbruck-Museum Duisburg, Einzelausstellung Ansgar Nierhoff, frei zitiert).

Dr. Uwe Rüth, Marl (Kurator)